Aus Prognose, Bestand und Lieferzeit wird eine Bestellung, die jemand verantwortet
Internationale Beschaffung bringt lange und untereinander sehr verschiedene Lieferzeiten mit sich. Dazu kommen Bestände in mehreren Lagern, offene Lieferungen, Stücklisten und die eigenen Anforderungen von Amazon FBA. Diese Größen zusammenzuhalten, gelang in Tabellen nicht mehr.
Order Brain hält diese Größen in einem Modell zusammen. Jeder Vorschlag trägt seine Rechnung mit sich: Bedarf, Reichweite, Lieferzeit und Mindestmenge stehen daneben, sichtbar für den, der ihn freigibt. Der Weg zurück in die Warenwirtschaft ist Teil desselben Systems.
Die Ausgangslage: Puffer statt Plan
Sicherheitsbestände wurden pauschal gesetzt, eine tagesgenaue Vorausschau fehlte. Trotz der Puffer fielen Artikel aus, während anderes Kapital im Regal band. Einkauf, Produktion, Hauptlager und Amazon FBA wurden dabei getrennt betrachtet und in getrennten Tabellen gepflegt. Warum eine Bestellmenge einmal so und einmal anders ausfiel, ließ sich später kaum rekonstruieren.
Der Wendepunkt: erst rechnen, dann vorschlagen, dann freigeben
Nachfrage prognostiziert
Eine gewichtete Absatzprognose aus historischen Verkäufen bildet die Baseline. Tage ohne Bestand verzerren dieses Bild. Wir nehmen sie deshalb heraus, sonst liest das Modell eine erzwungene Verkaufslücke als echten Nachfragerückgang. Parallel läuft eine KI-Prognose mit saisonalen und kalendarischen Einflussfaktoren; beide Modelle werden gegeneinander verglichen.
Bestand projiziert
Aus aktuellem Bestand, erwarteter Nachfrage, offenen Lieferungen und Lieferkalendern entsteht eine tagesgenaue Simulation. Sie zeigt Puffer- und Zielreichweiten und meldet künftige Unterdeckungen, bevor sie eintreten.
Vorschläge erzeugt
Order Brain bestimmt Bestellzeitpunkt und Menge, ordnet Lieferanten und Bestellpläne zu und beachtet dabei Verpackungseinheiten und Mindestmengen. Profitabilitätsbasierte Kritikalitätsklassen setzen die Reihenfolge, bereits nicht verfügbare Artikel bekommen eine eigene Behandlung. Für Stücklistenprodukte entstehen Produktionsvorschläge, für Amazon FBA Umlagerungsvorschläge.
Freigaben exportiert
Freigegebene Bestellungen und Umlagerungen gehen als CSV über die JTL-Ameise zurück in die Warenwirtschaft. Ein Schutz greift gegen doppelte Exporte. Die Historie hält fest, welche Planung wann hinausging.
McFilter ist ein mittelständisches E-Commerce-Unternehmen mit eigenem Einkauf, eigener Produktentwicklung, eigenem Lager und eigenem Versand.
Verkauft wird europaweit über mehrere Marktplätze und eigene Shops. Die operativen Daten dieser Kanäle führt die Unimatrix in einer gemeinsamen Datenplattform zusammen. Darauf setzt Order Brain auf.