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Saisonale Absatzprognose für Einkauf, Produktion und Umlagerung

Für 4.629 Artikel hält ein wöchentlicher Prüflauf beide Prognoseverfahren gegen die tatsächlich verkaufte Menge. Historische Nachfrage, saisonale Muster und bekannte Handelsereignisse fließen in den Blick nach vorn ein; Stücklisten, Bestände und erwartete Lieferungen übersetzen ihn anschließend in Bedarf. Welches Verfahren Einkauf, Produktion und Umlagerung versorgt, ist damit keine Glaubensfrage mehr.

Das Wichtigste zuerst
Der Bedarf für Bestellung, Produktion und Umlagerung stützt sich auf eine Prognose, die wöchentlich gegen die tatsächliche Nachfrage geprüft wird, je Artikel und in fünf Zeitfenstern
Der Vorsprung der neuen Prognose beträgt 4,9 Punkte über 180 Tage und 13,8 Punkte in den Tagen 91 bis 180, wo Beschaffung mit langem Vorlauf entschieden wird
Die rohertragsgewichtete Fehlermenge sinkt von 86,3 auf 71,4 Prozent
Die Grenzen sind beziffert statt behauptet: 97,5 Prozent der verbleibenden Abweichung sind artikelindividuell und mit den vorhandenen Verkaufsdaten nicht erklärbar
Kunde
McFilter
Branche
eCommerce

Zwei Prognosen, ein Maßstab: welche Bestellmenge stimmt, ist messbar geworden

Bestellvorschläge, Produktionsaufträge und Umlagerungen ins Amazon-Lager hängen an einer einzigen Zahl: dem erwarteten Bedarf je Artikel und Tag. Diese Zahl kam aus einem gewichteten Schnitt der letzten 42 Verkaufstage, aufgeteilt in drei Zwei-Wochen-Blöcke und bereinigt um Tage ohne Lagerbestand. Für ein stabiles Sortiment trägt das. Bei saisonalen Artikeln nicht: Ein Schnitt der letzten sechs Wochen kennt keinen Jahresverlauf.

Seit Mai 2026 rechnet daneben ein zweites Verfahren: TimesFM, ein Zeitreihenmodell mit 200 Millionen Parametern, das im eigenen Netz betrieben wird. Ein Prüflauf am Wochenende rechnet beide Verfahren gegen die Vergangenheit und weist je Artikel aus, welches näher lag. Was dabei herauskommt, entscheidet nicht der Anbieter des Modells, sondern die eigene Verkaufshistorie.

NachfrageprognoseSaisonalitätZeitreihenmodell im eigenen NetzPrognose-BenchmarkBestellvorschläge
Liniendiagramm von Januar 2025 bis August 2027: Die graue Kurve zeigt die tatsächlich benötigte Menge eines Artikels mit wiederkehrendem Jahresverlauf und einem ausgeprägten Winterberg. Im Rückblick folgt die neue Prognose dem Rückgang, während die alte Methode waagerecht darüber verharrt. Für die Zukunft zeichnet die neue Prognose erneut einen Saisonberg, die alte Methode bleibt eine flache Linie.

Die Ausgangslage: ein fortgeschriebener Durchschnitt ohne Saisonverlauf

Aus der Prognose wird eine Bestellung, und eine Bestellung lässt sich nicht kurzfristig zurückholen. Liegt der Wert zu tief, ist ein Artikel wochenlang nicht lieferbar; liegt er zu hoch, steht Kapital im Lager. Im August 2026 setzte McFilter zwei Themen über alle anderen: Kostentransparenz und Saisonalität. Der Anlass war benannt: Das statistische Modell kommt bei raschen Absatzanstiegen nicht schnell genug nach, und der Bestand reicht nicht.

Das einfache Verfahren blickt 42 Tage zurück und schreibt einen konstanten Tageswert fort; saisonale und langfristige Trends bleiben unberücksichtigt, so steht es in der Beschreibung des Jobs selbst
Artikel 420111804, Stand 03.06.2026: tatsächlich benötigt 118,9 Einheiten, komplexe Prognose 64,3, einfache Prognose 136,5. Die eine Methode führt zu deutlicher Unterdeckung, die andere zu mäßiger Überdeckung
Aktionen, Preisänderungen und Reaktionen des Wettbewerbs wirken auf den Absatz, sind in den Daten des Unternehmens aber nicht abgebildet
Ohne gemeinsamen Maßstab war nicht zu entscheiden, welches Verfahren für welchen Artikel das bessere ist

Der Wendepunkt: von historischen Verkäufen zur operativen Bedarfsplanung

01

Historische Nachfrage belastbar gemacht

Tage ohne verkaufsfähigen Bestand werden aus der Berechnung genommen, damit ein Fehlbestand nicht als geringe Nachfrage erscheint. Einzelne Marktplatzangebote verkaufen oft zu selten für eine stabile eigene Prognose; deshalb rechnet das Modell auf tragfähigen Artikelgruppen und verteilt das Ergebnis über die Verkaufsanteile der letzten 42 Tage zurück auf die Angebote.

02

Saisonalität und Handelsereignisse abgebildet

Jahresverläufe entstehen aus der Verkaufshistorie der Gruppen. Der deutsche Handelskalender ergänzt bekannte Einflüsse: Feiertage, Black Friday, Cyber Week, Advent sowie Weihnachts- und Osterfenster gehen als Merkmale in die Prognose ein.

03

Zukünftige Absätze prognostiziert und gemessen

Ein Prüflauf setzt den Prognosestart 180 Tage in die Vergangenheit, lässt die 42-Tage-Baseline und das Zeitreihenmodell erneut rechnen und hält beide gegen die später tatsächlich verkaufte Menge. Aus Fehlermenge und Fehlerrichtung entsteht je Artikel und Zeitfenster ein Bestell-Score. Beim Zusammenführen fiel uns auf, dass vier Korrekturen nur auf dem gemessenen Zweig liefen, während der Zweig für die Bestellmengen unkorrigiert blieb; seit beide dieselbe Implementierung nutzen, verdoppelte sich der Vorsprung im Messlauf von 1,78 auf 3,66 Punkte.

04

Absatz in Bedarf übersetzt

Die erwarteten Verkäufe werden nicht als isolierte Kurve stehen gelassen. Sets und Stücklisten lösen sie bis auf die benötigten Komponenten auf; aktuelle Bestände und erwartete Lieferungen ergänzen die Prognose zu einem Bedarfssignal.

05

Operative Entscheidungen vorbereitet

Einkauf, Produktion und FBA-Umlagerung greifen auf dieselbe erwartete Nachfrage zu. Fachanwender können die Verfahren vergleichen und die Ergebnisse prüfen, bevor daraus Bestell-, Produktions- oder Umlagerungsvorschläge entstehen. Den naheliegenden Wechsel zum einfachen Verfahren bei stark wachsenden Artikeln haben wir umgesetzt und gemessen: Er half dem Beispielartikel, verschlechterte aber den Gesamtforecast und ging deshalb nicht in Produktion.

Beide Verfahren rechnen produktiv nebeneinander; bestellt wird weiterhin nach dem einfachen. Wann umgeschaltet wird, entscheidet McFilter am Messergebnis. Technisch ist es eine Einstellung in der Anwendung, kein Umbau.

4.629
Artikel mit wöchentlich gemessener Prognose
75,8 von 100
Bestell-Score der neuen Prognose über 180 Tage; das einfache Verfahren erreicht 71,0
Nachvollziehbar bis zur Formel
die Oberfläche leitet Fehlermenge, Fehlerrichtung und Bestell-Score her, samt der Gewichtung von Unter- gegen Überdeckung; wer ein Ergebnis anzweifelt, kann die Rechnung nachlesen
Ausreißer haben Namen
jeder Artikel der Tabelle lässt sich einzeln aufrufen, mit Verkaufshistorie, beiden Prognosekurven und den Gruppen, aus denen sein Wert stammt
Der Problemfall von damals, gemessen
Artikel 420111804, dessen Unterdeckung die Untersuchung ausgelöst hat, liegt im Bestell-Score inzwischen gut 19 Punkte über der alten Methode; seine Fehlerrichtung beträgt plus 4,1 statt plus 58,2 Prozent
Bekannte Grenzen
ein fehlerfreier Gruppen-Forecast wäre gerade 1,37 Punkte wert; der nächste Hebel liegt deshalb in Aktions- und Preisdaten, nicht in einem anderen Modell
McFilter

McFilter verkauft seit 2004 Staubsaugerbeutel und Zubehör über die großen Online-Marktplätze. Der Sitz ist Ebersbach-Neugersdorf in Sachsen; Produktentwicklung, Einkauf, Lager und Versand liegen im eigenen Haus.

Über zwei Mandanten laufen 39 aktive Verkaufskanäle auf Amazon, eBay, weiteren Marktplätzen und eigenen Shops, auf denen in zwölf Monaten rund 910.000 Aufträge zusammenkamen. Die Unimatrix führt diese Daten mit Warenwirtschaft und Logistik zusammen und trägt darauf Reporting, Profitabilitätsanalyse und Planung: von der Bestellung über die Produktion bis zur Umlagerung ins Amazon-Lager.

Zur Kundenreferenz: McFilter

Seit 2004
Versandhandel für Staubsaugerbeutel und Filterzubehör
39
aktive Verkaufskanäle auf Marktplätzen und in eigenen Shops

Wir entwickeln Prognosen, die ihre eigene Treffsicherheit ausweisen. So kann der Einkauf am Messergebnis entscheiden, für welche Artikel er dem Modell folgt.

Robert Kramer
Gründer und CEO

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